England Auslandsjahr // Freundschaften

Weiter geht es mit meinem Erfahrungen in England, diesmal zum Thema Freundschaften schließen! Ich hoffe es gefällt euch :)

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Ich habe ziemlich schnell Freunde hier gefunden, ich hab mich einfach zu einer Gruppe hingestellt bis sie mich nicht mehr ignorieren konnten und mit mir reden mussten :D Als ich das meiner Mutter erzählt habe, hat sie nur gelacht und gesagt, dass ich das schon im Kindergarten so gemacht habe ;)

Die Leute, die ich hier kennenlernen durfte sind alle sehr freundlich, höflich und man kann einfach Spaß mit ihnen haben. Ich war noch nie wirklich die Person, die mit den „Coolen“ in der Schule befreundet war, also habe ich hier auch nicht die Coolen als Freunde, aber das finde ich um ehrlich zu sein echt nicht schlimm. Meiner Meinung nach kann man mit den weniger Coolen viel mehr Spaß haben, man kann einfach sich selbst sein und sich keine Gedanken machen, wie man aussieht oder was man sagt. Aber wie gesagt: das ist nur meine Meinung. Und ich schweife ab. Also zurück zum Thema: Ich liebe die Freundschaften, die ich hier schließen durfte und ich freue mich nicht wirklich darauf, meine Freunde hier zurückzulassen. Ich meine ich mag meine Freunde zu Hause auch, klar, aber ich habe mich öfter dabei erwischt, wie ich Nachrichten von ihnen bekommen habe; wie es mir denn so geht und wie es mir gefällt und sowas, und ich sie ignoriert habe, einfach weil ich nicht wirklich wusste, was ich schreiben soll. Ich habe meine Freunde und meine Familie um ehrlich zu sein kaum vermisst, aber wenn ich sagen müsste, wen ich mehr vermisst habe, wäre es meine Familie. Sind das dann überhaupt richtige Freunde, wenn man sie nicht vermisst und nicht wirklich was hat, über das man reden kann?

Ich weiß nicht, ich habe irgendwie verschiedene Freunde für verschiedene Sachen, von jemanden mit dem man über den Sinn des Lebens redet, über jemand, mit dem man nur in der Schule redet, zu der Person, mit der man sich zwar gut versteht, aber irgendwie nicht mehr. Ich hab nicht wirklich jemand, mit dem man einfach alles machen kann, und diese Person/en habe ich hier gefunden.

In der Schule, die ich hier besuche, ist auch ein Internat, und die Leute, die da wohnen, sind die ganze Zeit nur in ihrer Gruppe bestehend aus deutschen Mädchen, und haben gar keine englischen Freunde. Sie reden den ganzen tag nur Deutsch und kriegen  nicht wirklich was von der englischen Sprache und Englisch allgemein mit. Die englischen Leute mögen die „Borders“, wie sie sie nennen, nicht wirklich, was ja auch verständlich ist: sie reden die ganze Zeit nur Deutsch und klar denkt man dann, dass die über dich reden. Ich habe längere Zeit überlegt, ob ich in ein Internat oder in eine Gastfamilie gehen soll, und nach meiner Erfahrung hier bin ich froh, mich für die Gastfamilie entschieden zu haben.

 

Ich wünsche euch noch einen schönen Valentinstag!

Anna

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4 Gedanken zu “England Auslandsjahr // Freundschaften

  1. Das mit den freunden kenn ich auch. Wenn man neue Leute kennenlernt, mit denen es so toll ist, will man manchmal gar nicht mehr zu den (sozusagen) alten Freunden zurück. Toll geschrieben:)

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