England Auslansjahr // Schule

Ich gehe derzeit auf das Queen Elizabeth Community College. Der Schultag in meiner Schule startet um 8:55 und geht insgesamt bis 15:15. Von 8:55 bis 9:10 jeden morgen hat man „Tutor“, eine Art Klassenleiterstunde, wo gecheckt wird, dass jeder da ist und Neuigkeiten verkündigt wurden. Manchmal hat man stattdessen  ein „Assembly“, wo ein Lehrer einen Vortrag über ein Thema hält, das er für wichtig genug hält. Das geht von der Tatsache, dass man Schule jetzt wo man ja alt und weise ist ernst nehmen sollte bis zu der Aufforderung, der Twitterseite der Schule zu folgen.

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Danach hat man 5 Periods (=Schulstunden), die jeweils eine Stunde lang sind. Die Fächer sind teils gleich; man hat Englisch, Mathe, Physik, Chemie, Biologie, wo man aber nicht in Klassen sondern in Können unterteilt ist. Man hat also zum Beispiel Science mit Leuten aus dem ganzen Jahrgang, die in etwa so gut sind wie du. Mathe hat man dann wieder mit anderen Leuten, die halt in Mathe so gut sind wie du.

Zusätzlich zu diesen Fächern kann man noch 4 weitere wählen: Eine Sprache (an meiner Schule Deutsch, Französisch oder Spanisch), eine humanity (Geschichte oder Erdkunde) und noch zwei, die man frei wählen konnte. Das geht über Fotografie, Tanzen und Kunst bis zu Engineering, Philosophie und Computer Studies.

Ich habe mich für Tanzen, Fotografie, Erdkunde und Computer Studies entschieden. In Mathe war ich in der besten Gruppe und in Science und Englisch in einer der schlechtesten. Ich musste keinen Einstufungstest machen, andere Leute, mit denen ich geredet habe, mussten aber einen machen.

Die Schule war zwar ähnlich wie meine Schule in Deutschland, aber es gab doch ein paar Unterschiede:

  • Alle Hefte werden dir von der Schule zur Verfügung gestellt, das heißt du musst eigentlich nur einen Stift mit in die Schule bringen. Auch Schulbücher gibt es in der Schule, nicht jeder muss sein eigenes mitbringen, die bekommt man einfach, wenn der Lehrer der Meinung ist, es benutzen zu möchten.
  • Die Lehrer sind nicht so streng, ungefähr ein viertel der Klasse hat Kopfhörer in den Ohren und die meisten Lehrer kümmert das gar nicht. Man kann auch viel besser im Unterricht reden, in Deutschland kann ich kaum meinen Satz zu Ende sagen und hier rede ich die ganze Stunde und niemand kümmert es.
  • Das Schulgelände ist viel größer, es gibt Gebäude für fast jedes Fach; bei uns ist alles einfach in einem Haus.
  • UNIFORM! Nicht zu vergessen, in England ist es üblich, dass man eine Schuluniform in der Schule trägt. Meine besteht aus einem weißen Hemd und einer Krawatte, einem Blazer, einem schwarzen Rock oder einer schwarzen Hose (keine Jeans) und schwarzen Lederschuhen. Ich mag es um ehrlich zu sein, Uniform zu tragen, weil man sich einfach kaum Gedanken darüber machen muss, was man jeden Tag trägt und man wird nicht durch seinen Klamotten beurteilt. Das ist auf jeden Fall etwas, was ich vermissen werde. Die Blazertaschen sind sowas wie Wundertüten, die Schüler hier bewahren echt alles da drin auf. Handy, mehrere Stifte, Essen, Kopfhörer, Taschentücher, Zettel, … Alles Halt :D

 

Ich kann nicht sagen, ob ich die Schule in England oder Deutschland besser finde, weil beide ihre Vor- und Nachteile haben.

 

Habt eine schöne und erfolgreiche Woche!

Anna

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